03.2026
India 2026: Where vision meets responsibility
„Es geht nicht nur um Geld. Es geht um Verantwortung.“ Zwischen Finanzdistrikten und ländlichen Missionen – das Team von Starkmacher Impact war mehrere Wochen in Indien unterwegs, um nachhaltige Finanzmodelle für kirchliche Projekte zu entwickeln.
Der erste Eindruck: Hitze. Bewegung. Energie. Indien empfängt nicht leise. Es fordert Aufmerksamkeit. Von Mumbai über Bangalore bis nach Kochi, Kottar und Sultan Bathery war das Team von Starkmacher Impact mehrere Wochen unterwegs. Nicht als klassische Projektprüfer. Sondern als Zuhörer. Als Lernende. Als Partner auf Augenhöhe.
Mumbai – Wenn Vision auf Realität trifft
Zwischen Finanzdistrikt und Straßenkapelle wurde schnell klar: Indien denkt groß. Hier hat sich ein starkes Impact-Ökosystem entwickelt. Finanzierung wird nicht nur als Hilfe verstanden – sondern als Hebel.
„Was mich beeindruckt hat, ist die Professionalität. Impact-Finanzierung ist hier kein theoretisches Konzept, sie ist gelebte Praxis. Und genau das brauchen kirchliche Projekte weltweit.“
— Frank Jungmann
In intensiven Gesprächen mit Finanzexperten und kirchlichen Vertretern stand eine zentrale Frage im Raum: Wie kann Kapital im Land bleiben und dort nachhaltig weiterwirken?
Bangalore – Kirche im Wandel
In Bangalore traf das Team Vertreter der nationalen kirchlichen Strukturen, darunter die Catholic Bishops’ Conference of India (CCBI).Die Gespräche waren offen und mutig selbstkritisch. Viele Diözesen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: steigende Kosten, unsichere Zuschüsse und wachsende soziale Aufgaben.
Dr. Markus Gomer bringt es auf den Punkt:
„Die Kirche in Indien denkt unternehmerischer, als viele vermuten. Es gibt Mut. Es gibt Ideen. Was oft fehlt, ist die strukturierte Finanzierung.“
Hier wurde deutlich: Revolvierende Modelle sind kein Luxus. Sie werden zur Notwendigkeit.
Kochi – Die stille Stärke der Ordensgemeinschaften
In Kerala trafen wir Ordensschwestern und Priester, die seit Jahrzehnten Bildungs- und Sozialarbeit leisten. Kein großes Marketing. Kein lauter Auftritt. Aber beeindruckende Wirkung.
Mathias Kaps beschreibt seine Eindrücke so:
„Wir sind nicht hier, um Geld zu verteilen. Wir sind hier, um Strukturen aufzubauen, die auch in zehn oder zwanzig Jahren noch tragen.“
Viele Gemeinschaften besitzen Grundstücke oder Gebäude. Doch ohne wirtschaftliche Struktur bleiben diese Potenziale ungenutzt. Was wir überall gespürt haben: Den tiefen Wunsch nach Eigenständigkeit.
Kottar – Wind als Symbol für Veränderung
Im Süden Indiens, nahe der Küste, dreht sich der Wind fast ununterbrochen. Hier wurden konkrete Projekte im Bereich erneuerbare Energien diskutiert. Windkraft, Infrastruktur, Einkommensmodelle.
Es ging nicht nur um Technik. Es ging um Zukunft. „Nachhaltigkeit bedeutet hier ganz konkret: geringere Kosten, stabile Einnahmen und mehr Spielraum für pastorale Arbeit“, so Frank Jungmann
Sultan Bathery – Hoffnung im ländlichen Raum
Im ländlichen Kerala zeigt sich Kirche als Rückgrat der Gemeinschaft. Hier zählt jede Investition doppelt. Denn:
- Wenn ein Projekt funktioniert, bleibt eine Schule offen.
- Wenn Energie günstiger wird, bleibt ein Gesundheitszentrum stabil.
- Wenn Strukturen tragen, bleibt eine Region handlungsfähig.
Mehr als eine Reise
Diese Wochen in Indien waren keine reine Projektprüfung. Sie waren ein Dialog über Verantwortung.
„Wir erleben weltweit, dass Zuschüsse zurückgehen. Die Zukunft gehört Modellen, die Kapital erhalten und Wirkung multiplizieren“, so Markus Gomer.
Mathias Kaps ergänzt: „Kirche muss nicht arm sein, um glaubwürdig zu sein. Aber sie muss verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Genau darum geht es.“
Das Resümee der Reise:
Indien hat uns gezeigt, dass Glaube und unternehmerisches Denken sich nicht ausschließen. Im Gegenteil: Sie können sich gegenseitig stärken.
Was bleibt? Begegnungen. Vertrauen. Und die Überzeugung, dass nachhaltige Finanzierung keine technische Frage ist. Sondern eine Frage der Haltung.
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Video-Einblick:







